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	<title>Politik &amp; Gesellschaft &#8211; Klassische Homöopathie in Regensburg</title>
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	<title>Politik &amp; Gesellschaft &#8211; Klassische Homöopathie in Regensburg</title>
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	<item>
		<title>Die Auswirkung digitaler Medien auf unser Gehirn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Aug 2023 14:35:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ein Kind sollte seine Umwelt nicht zuerst über Tablet und Smartphone ansehen, sondern sie selbst begreifen, fühlen, erleben und handeln.“ (Prof. Manfred Spitzer; Interview pressetext.at 18.08.2012)<span class="excerpt-hellip"> […]</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>„Ein Kind sollte seine Umwelt nicht zuerst über Tablet und Smartphone ansehen, sondern sie selbst begreifen, fühlen, erleben und handeln.“</h2>
<p><em>(Prof. Manfred Spitzer; Interview pressetext.at 18.08.2012)<br />
</em><br />
Mit dem Siegeszug des Fernsehens als Massenmedium Anfang der 1950-er Jahre setzte eine schnelle und zeitnahe Verbreitung von Informationen ein. Eine Entwicklung die sich gerade in den letzten beiden Jahrzehnten nochmals dank digitaler Übertragungswege und der Erfindung von Spielekonsolen, von Laptop und Smartphone, dem Internet und den damit verbundenen Social Networks, um nur einige zu nennen, noch einmal rasant steigerte. Und so groß der Unterhaltungs- und Freizeitwert für den Einzelnen sein mag, so groß sind auch die Risiken und Nebenwirkungen für den Einzelnen und für unsere Gesellschaft.</p>
<p>Im Jahresbericht der Suchtbeauftragten der Bundesregierung vom 22.Mai 2012 wurden bereits eine Viertelmillion der 14- bis 24-jährigen deutschen Internetnutzer als süchtig und 1,4 Millionen mit einer problematischen Entwicklung hin zur Sucht angegeben, was eine Verdreifachung der Spielsucht in einem Zeitraum von fünf Jahren bedeutet. Prof. Manfred Spitzer führt aus, dass die Entwicklung bei arbeitslosen jungen Männern und die Tatsache, dass unsere Jugendlichen täglich doppelt soviel Zeit mit digitalen Medien verbringen als wie mit Unterricht, besonders erschreckend sei. Doch diese Problematik setzt laut Spitzer bereits viel früher ein. So verweist er in seinem Buch „Digitale Demenz“ auf das Ergebnis einer Umfrage unter 729 Müttern im Jahr 2007. 13 % der unter Einjährigen, 20 % der Einjährigen, 60 % der Zweijährigen und 89 %(!!!) der Dreijährigen durften laut dieser Umfrage bereits fernsehen! Eine eigene Recherche Spitzers kommt zu dem traurigen Schluss, dass in Deutschland um 22.00 Uhr noch etwa 800.000 Kinder im Kindergartenalter vor der Flimmerkiste sitzen; um 23.00 Uhr sind es noch 200.000 und nach Mitternacht schauen immer noch rund 50.000 Kinder unter 6 Jahren fern! Spitzer begründet dieses kindliche Verhalten mit der Tatsache, dass Kinder in diesem Alter in erster Linie durch Nachahmen lernen. Und sie ahmen diesbezüglich das Verhalten ihrer Eltern nach&#8230;</p>
<p>In einer groß angelegten Studie zur Kindergesundheit von 2012 mit 1,1 Millionen Kindern bis 14 Jahren kam auch die Barmer-GEK als eine der größten deutschen Krankenkassen zu dem Schluss, dass bereits bei 10 % der Kinder deutliche Sprachentwicklungsstörungen zu verzeichnen sind. Einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2007 zufolge besitzen Kinder mit hohem Medienkonsum einen deutlich geringeren Wortschatz als Kinder, deren Eltern täglich Geschichten vorlesen. Laut Spitzer gehört zu den Risikofaktoren neben der Sprachentwicklungsverzögerung der betroffenen Babys und Kleinkinder auch die Fettleibigkeit. Letztere ist auch eine Folge mangelnder Bewegung, die ja vor dem Fernseher kaum mehr stattfindet.</p>
<p>Und diese Spirale dreht sich weiter. Denn auf den frühen und häufigen Fernsehkonsum folgen mit zunehmenden Lebensalter andere digitale Medien. Werbeslogans suggerieren bereits im Babyalter lernfördernde Programme auf CD. Doch wie bereits erwähnt nutzen gerade kleine Kinder die Fähigkeiten des Beobachtens und des Nachahmens, um ihre eigenen Erfahrungen zu sammeln. Mit der frühen Einführung des Laptops für ein Kleinkind wird die Sinneswahrnehmung des Kindes beschränkt und nicht wie von den Geräteherstellern propagiert gefördert. Denn nun bekommt das Kind das Ergebnis auf Knopfdruck sofort präsentiert. Die Schlussfolgerung, warum der angezeigte Prozess so ablaufen muss, kann nicht nachvollzogen werden, da die digitale Welt nun einmal keine Anhaltspunkte für das kausale Begründen von Zusammenhängen liefert. Da der Lösungsweg nun vorgegeben und nicht erarbeitet wurde, wird laut Spitzer auch die Fähigkeit zur anhaltenden Konzentration und Kontemplation zerstört. So zitiert er zu Beginn seines Buches den amerikanischen Publizisten und Internetexperten Nicholas Carr: „<em>Das Netz scheint mir meine Fähigkeit zur Konzentration und Kontemplation zu zerstören. Mein Geist erwartet nun, Informationen in genau der Weise aufzunehmen, wie sie durch das Netz geliefert werden: In Form eines rasch bewegten Stroms kleiner Teilchen […] Meine Freunde sagen dasselbe: Je mehr sie das Netz benutzen, desto mehr müssen sie kämpfen, um sich auf das Schreiben längerer Abschnitte zu konzentrieren.“</em></p>
<p><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">Hier sind bereits Gründe für Gesellschaftskrankheiten wie ADS Und ADHS erkennbar. Denn mangelnde Bewegung und das Abhandenkommen der Fähigkeit zur Konzentration schaffen den Nährboden für solche Phänomene. Eltern und Großeltern wissen es längst: Kinder, die stundenlang vor PC und Fernseher sitzen, sind träge und nicht mehr aufnahmefähig für andere Dinge. So sinkt zwangsläufig auch die Lernbereitschaft. Pädiatrische Studien aus den Jahren 2004 und 2011 bestätigen diese Entwicklung. Privatdozent Dr. Peter Schneider von der Neurologischen Universitätsklinik und Privatdozentin Annemarie Seither-Preissler stellen laut ihrer aktuellen Studie sogar eine markante Zeitverschiebung zwischen den beiden Hirnhälften bei ADHS-Kindern fest, sowie eine verlangsamte Entwicklung der Hörfunktion. Für die Forscher wird so das häufige gemeinsame Auftreten </span></span><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">von</span></span><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;"> Lese- Rechtschreibschwäche, ADHS und auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen erklärbar. Eine weitere Folge davon ist eine verzögerte Sprachentwicklung. </span></span></p>
<p><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">Gleichzeitig bescheinigt Spitzer dem sogenannten „Multitasking“, dass es die Aufmerksamkeit zusätzlich stört und Aufgaben nur noch oberflächlich und uneffektiv erledigt werden. Der Schweizer Erfolgspsychologe Martin Betschart bringt es mit den folgenden Worten auf den Punkt: </span></span><em><span style="font-weight: normal;">„</span></em><em>Wer seinen Geist mit zig Tätigkeiten gleichzeitig zerstreut, erreicht nichts Halbes und nichts Ganzes.“</em></p>
<p>Daneben treten laut Spitzer eine Reihe weiterer Folgen wie Schlaflosigkeit, Sucht und Depressionen auf, gefolgt von Ängsten und sozialem Rückzug.</p>
<p>Und noch eine Folge tritt hinzu: die Erhöhung der Gewaltbereitschaft. Niemand ist in der Lage den Spielkonsum gerade bei Kindern und Jugendlichen lückenlos zu kontrollieren, und so finden genügend Spiele mit der Altersfreigabe ab 18 Jahre auch zu den Jüngeren den Weg ins Kinderzimmer. Da geht es um Köpfen, Abschlachten und Zerstückeln, um nur einige Auswüchse zu nennen. Mithilfe eines gewaltverherrlichenden Spiels wird nun aus dem vom teils erfolglosen Lernen gefrusteten Kind der Superheld! Was baut wohl mehr auf? Die Vier in Mathe oder der Sieg über die Bösen am PC&#8230;? Die Folgen sind erschreckend: neben einer erhöhten Gewaltbereitschaft werden auch andere riskante Verhaltensweisen gefördert, etwa Raserei im Straßenverkehr, riskantes Sexualverhalten, Drogenmissbrauch und Kriminalität.</p>
<p>Eine aktuelle Studie vom Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, beschäftigt sich mit dem fragwürdigen Zeitvertreib an Spielkonsole und PC und deren Auswirkungen auf das Sozialverhalten. Die Forscher um Jay Hull verweisen hier auf den Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Spielen gewaltverherrlichender Spiele und der Raserei im Straßenverkehr.</p>
<p>Die 5000 zufällig ausgewählten amerikanischen Jugendlichen beantworteten in dieser Studie über einen Zeitraum von fünf Jahren in regelmäßigen Abständen Fragen zu ihren Spielgewohnheiten und ihrem Verhalten im täglichen Leben, welche von den Forschern anschließend statistisch ausgewertet wurden.</p>
<p>Jugendliche, welche im angegebenen Zeitraum mit Spielen wie „Grand Theft Auto“ oder „Manhunt“ begannen, zeigten im Anschluss deutliche Verhaltensänderungen: die Kriminalität stieg genauso wie der Alkohol- und Tabakkonsum. Die Ergebnisse bei Jungen und Mädchen waren ähnlich, Unterschiede ergaben sich lediglich aus der Spielintensität. Je mehr gespielt wurde, desto größer waren auch die Verhaltensänderungen und zeigten sich so auch im veränderten Selbstbild in der realen Welt.</p>
<p>Zu diesem Schluss kommen auch Forscher der Uni Bonn, welche in ihrer Studie zu dem Schluss kommen, dass Gewaltspiele die Ursache für unterschiedliche Informationsverarbeitung im Gehirn darstellen, dessen Aktivitäten dadurch nachweislich verändert werden. Gleichzeitig führt dies zu einer Abstumpfung der Emotionen.</p>
<p>Ein weiteres großes Problem ist das Nutzen sozialer Netzwerke. Prof. Spitzer beschreibt es in seinem Buch wie folgt: „<em>Das Internet ist voller scheiternder Sozialkontakte, die vom Vorgeben, dass man ein anderer sei, über Schummeln, Betrügen bis hin zur groben Kriminalität reichen. Es wird gelogen, gemobbt, abgezockt, aggressiv Stimmung gemacht, gehetzt und diffamiert, dass sich die Balken biegen! Wen wundert es, dass soziale Netzwerke bei den jungen Nutzern vor allem zu Einsamkeit und Depression führen? Mangelnde Selbstregulation, Einsamkeit und Depression sind in unserer modernen Gesellschaft die wichtigsten Stressoren. Sie bewirken das Absterben von Nervenzellen und begünstigen damit langfristig die Entwicklung einer Demenz. Bei unseren Kindern kann die Ablösung echter zwischenmenschlicher Kontakte durch digitale Online-Netzwerke langfristig mit einer Verkleinerung ihres sozialen Gehirns verbunden sein.“</em></p>
<p>Wie Spitzer es bereits treffend beschreibt, machen soziale Netzwerke das Hinwegtäuschen über die eigenen Fehler und Schwächen möglich, das Miteinander im Sportverein wird durch das Joggen auf der Tastatur ersetzt. Das führt häufig in die soziale Isolation und begünstigt somit wieder eine Reihe daraus resultierender teils schwerer Krankheiten, deren Folgen teilweise kaum zu beheben sind.</p>
<p>Es muss also unser aller Anliegen sein, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Keiner kann die modernen Medien wegdenken, doch wir können ihre Nutzung in sinnvolle und zuträgliche Bahnen lenken. Das beginnt im Elternhaus: spielerische Aktivitäten, die verschiedene Sinne ansprechen, fördern die gesunde geistige und körperliche Entwicklung unserer Kinder und helfen ihnen, sich die Welt zu erschließen. Und nur Kinder, die ein klares Bild von den Dingen um sich herum zu entwickeln imstande sind, sind in der Lage Gut und Böse voneinander klar zu unterscheiden; sind in der Lage, selbständig zu lernen und sich gemäß ihren Begabungen und Fähigkeiten zu entfalten und zu entwickeln.</p>
<p style="font-style: normal; font-weight: normal; text-decoration: none;">Es gibt eine riesige Palette von Möglichkeiten, mit denen Sie die Förderung Ihrer Kinder, ihren Lernprozess und ihre körperlichen Fähigkeiten sinnvoll unterstützen können. Zu ihnen gehören:</p>
<ul>
<li>das tägliche gemeinsame Spiel mit ihrem Kind;</li>
<li>der möglichst tägliche Gang zum Spielplatz;</li>
<li>lesen Sie Ihrem Kind als festes Ritual am Abend vor dem Einschlafen oder auch zwischendurch etwas vor;</li>
<li>schauen Sie sich gemeinsam Bilderbücher an;</li>
<li>seien Sie gemeinsam kreativ, malen Sie mit Ihrem Kind Bilder oder basteln Sie gemeinsam &#8211; Anlässe hierfür finden sich das ganze Jahr hindurch</li>
<li>machen Sie das Fernsehen zu etwas Besonderem, etwas, das nur in kleinen Portionen erlaubt ist;</li>
<li>versuchen Sie, dem sozialen Druck in Kindergarten und Schule zu widerstehen und den Besitz eines eigenen Handys oder Laptops so lang als möglich hinauszuzögern;</li>
<li>versuchen Sie, frühzeitig Aktivitäten in Sportvereinen, im Chor, der Musikschule um nur einige zu nennen, zu etablieren;</li>
<li>bevorzugen Sie Bauklötze vor Nintendo. Hier gibt es neben den klassischen Bausteinen auch etwas anspruchsvollere oder auch sehr farbenfroh gestaltete in ausgefallenen Formen (z.B. von Haba). Sie fördern Geduld und schulen u.a. die Feinmotorik;</li>
<li>bauen Sie gemeinsam Sandburgen;</li>
<li>gehen Sie mit Ihrem Kind spazieren oder in den Wald, an einen See&#8230; lassen Sie es Sinnes-Erfahrungen machen wie das Rauschen des Wassers oder das Rascheln der Blätter im Herbst, anstatt Klingeltöne mit dem Handy herunterzuladen;</li>
<li>fördern Sie die musikalische Früherziehung Ihrer Kinder z.B. mit dem Erlernen eines Musikinstrumentes. So werden das Gehör und die Aufmerksamkeit gefördert. Kinder mit musikalischer Förderung haben weniger Probleme mit dem Lesen und Schreiben sowie der Kontrolle von Impulsivität und Hyperaktivität;</li>
<li>kaufen Sie CDs mit Kinderliedern oder singen bzw. musizieren Sie mit Ihrem Kind gemeinsam.</li>
</ul>
<h3>Denn Kinder lieben es, die Welt mit allen Sinnen zu erfahren und zu erleben!</h3>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>Spitzer, Manfred; Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen, Droemer HC (3. August 2012)</li>
<li><a href="http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/278-2011" target="_blank" rel="noopener">http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/278-2011</a></li>
<li><a href="http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/4206109/Zwielichtige-Videospiele-mit-üblem-Effekt" target="_blank" rel="noopener">http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/4206109/Zwielichtige-Videospiele-mit-%C3%BCblem-Effekt</a></li>
<li><a href="http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1170" target="_blank" rel="noopener">http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1170</a></li>
<li><a href="http://www.rollenspielsucht.de/resources/pressetext_Spitzer-Internet_macht_dumm_08-12.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.rollenspielsucht.de/resources/pressetext_Spitzer-Internet_macht_dumm_08-12.pdf</a></li>
<li><a href="http://www.martinbetschart.com/sieg-mit-koepfchen/" target="_blank" rel="noopener">http://www.martinbetschart.com/sieg-mit-koepfchen/</a></li>
<li><a href="http://www.jneurosci.org/content/34/33/10937.abstract" target="_blank" rel="noopener">http://www.jneurosci.org/content/34/33/10937.abstract</a></li>
<li><a href="http://news.doccheck.com/de/56297/adhs-musikstunden-foerdern-hirnentwicklung/" target="_blank" rel="noopener">http://news.doccheck.com/de/56297/adhs-musikstunden-foerdern-hirnentwicklung/</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sapere aude! &#8211; Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! &#8211; Teil 2</title>
		<link>https://www.homoeopathie-regensburg.de/sapere-aude-habe-den-mut-dich-deines-eigenen-verstandes-zu-bedienen-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 13:03:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Homöopathische Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Regensburger Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Therapien]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Leben des Aufklärers und Arztes Samuel Hahnemann TEIL 2: Habe den Mut neue Wege zu gehen Heilung eines Geisteskranken 1789 lebt Hahnemann in Dresden, kurz<span class="excerpt-hellip"> […]</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>Das Leben des Aufklärers und Arztes Samuel Hahnemann</em></h2>
<h3>TEIL 2: Habe den Mut neue Wege zu gehen</h3>
<p><em>Heilung eines Geisteskranken</em></p>
<p>1789 lebt Hahnemann in Dresden, kurz darauf bis 1792 in Leipzig. Im Anzeiger des Gothaer Verlegers Rudolf Zacharias Becker liest er von dessen geplanter Gründung einer Heilanstalt für wahnsinnig gewordene Standespersonen, die zu dieser Zeit unter unmenschlichen Bedingungen und ohne jegliche Aussicht auf Heilung leben mussten.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/WOTTON_1710__p243_Madness_wiki-c_gemeinfrei_.jpg" width="300" height="512" /></p>
<p><em>&#8222;Unter Verrückten&#8220;, William Wotton, Buchillustration von 1710, </em><em>Bildquelle s.u.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ziel ist es, ohne die Anwendung von Grausamkeiten, Disziplinierungsmassnahmen, Züchtigungen und Fixierungen den Kranken zu beobachten und ihn mithilfe von Gesprächen und ersten homöopathischen Arzneimittelgaben zu heilen. Dieses Vorhaben wird vom Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Gotha unterstützt. Der Herzog stellt hierfür sein Jagdschloss in Georgenthal zur Verfügung, wohin Hahnemann 1792 mit seiner Frau und der mittlerweile auf fünf Kinder angewachsenen Familie übersiedelt. Der einzige Patient, den der über Nacht zum Psychiater gewordene Hahnemann hier bis zu seiner Genesung im Frühjahr 1793 behandeln wird, ist der an einer manisch-depressiven Gemütskrankheit leidende hannoversche Beamte und Autor Friedrich Arnold Klockenbring. Im sich stets verändernden Krankheitsbild Klockenbrings erkennt Hahnemann weitere Zusammenhänge in der Ähnlichkeitsbeziehung zwischen der gewählten Arznei und dem anzutreffenden Krankheitsbild. Aus Ermangelung weiterer Patienten fordert der Herzog sein Schloss zurück und die sieben Hahnemanns müssen erneut umziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><em>Die Geburtsstunde der Homöopathie als medizinische Methode</em></h3>
<p>In Molschleben bei Gotha beginnt der inzwischen 38-jährige Hahnemann mit der Arbeit an seinem Apothekerlexikon.</p>
<p>Doch auch hier sind die Hahnemanns nicht lang zu Hause. Von Molschleben geht es nach Göttingen, Pyrmont, Wolfenbüttel, Braunschweig und im Geburtsjahr der Homöopathie,1796 , nach Königslutter bei Braunschweig. Hahnemann publiziert zahlreiche eigene und von ihm übersetzte chemische und pharmazeutische Schriften. Zu dieser Zeit entdeckt er ein Mittel gegen Milchschorf bei Kindern, und es erscheint sein viel gelesenes zweiteiliges Apothekerlexikon. An sich selbst und anderen nimmt er zahlreiche Experimente mit arzneilichen Stoffen vor, aus denen der erste Aufsatz über das neue Heilprinzip hervorgeht, welches erst später den Namen „homöopathisch“ erhielt. Unter dem Titel „Versuch über ein neues Princip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneysubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen“ formuliert er im 1796 erschienen „Journal der practischen Arzneykunde und Wundarzneykunst“ von Hufeland sein Heilprinzip <em>similia similibus curentur</em>, also &#8222;Ähnliches sei mit Ähnlichem zu heilen&#8220;, und stützt seine These mit zahlreichen empirischen Beobachtungen aus Selbstversuchen, Vergiftungsberichten, eigenen und fremden Heilungsgeschichten, die auf dem Simile-Prinzip beruhen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><em>Streitigkeiten und weitere Umzüge</em></h3>
<p>Mit seiner inzwischen auf acht Kinder angewachsenen Familie geht es 1799 nach Altona, wo ein weiterer Versuch, einen geisteskranken Patienten zu heilen &#8211; nämlich den Dichter Johann Karl Wezel -, an dessen Aggressivität scheitert. Es folgt ein weiterer Ortswechsel, diesmal nach Mölln. Sein zu dieser Zeit beworbenes, selbst hergestelltes „neues“ Laugensalz „Alkali pneum“ wurde als einfaches Borax entlarvt und zieht einen langen Streit nach sich, in dessen Verlauf Hahnemann auch seinen Anklägern Fehler nachweisen kann. Das eingenommene Geld lässt er den Armen Leipzigs zukommen. Seine im „Reichsanzeiger“ beworbene Therapie zur „Heilung und Verhütung des Scharlachfiebers“ und dem dargebotenen „Geheimmittel“ zu dessen Heilung ermöglichen Hahnemann und seiner Familie einen weiteren bescheidenen Umzug. Es geht 1801 zurück in die Nähe Leipzigs, nach Machern, wo er ein eigenes kleines Häuschen erwirbt und eine geregelte Praxis mit dem Verkauf von Chemikalien und einem Angebot neuer Heilmittel, die er gegen Vorauszahlung abgibt, beginnt. Er veröffentlicht in einer Broschüre den Namen seines Geheimmittels: hochverdünnter Tollkirschenextrakt, was ihm Hohn und Spott unter seinen ehemaligen Kollegen einbringt. Das neu begonnene geregelte Leben muss einmal mehr mit dem Planwagen vertauscht werden, und so geht die Fahrt von Eilenburg nach Wittenberg, nach Dessau und 1805 schließlich nach Torgau. In dieser wechselhaften Zeit kommt ein weiteres seiner Kinder zur Welt.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/Hahnemann-Torgau__wiki-c._gemeinfrei_24.02.15.jpg" width="300" height="400" /></p>
<p><em> Hahnemannhaus in Torgau, Bildquelle s.u.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><em>Veröffentlichung weiterer medizinischer Werke</em></h3>
<p>In einem Aufsatz im Hufeland-Journal führt er den Begriff „homöopathisch“ ein. Dies und weitere dort erschienene Schriften, die lateinische Arzneimittellehre „Fragmenta de viribus medicamentorum: positivis sive in sana corpore observatis“ und das Buch „Heilkunde der Erfahrung“, eine erste Gesamtdarstellung des neuen Heilprinzips, stützen die Annahme, dass er seine Selbst- und Fremdversuche in dieser Zeit umfangreich und konsequent fortsetzte. 1810 ist es soweit: Hahnemann veröffentlicht sein erstes Grundlagenwerk zur Homöopathie, das „Organon der rationellen Heilkunde“, welches er in den folgenden Jahren immer wieder umfangreich überarbeitet und ergänzt und das ab seiner zweiten Ausgabe bis heute den Titel „Organon der Heilkunst“ trägt. Die polarisierende Wirkung des theoretischen Hauptwerkes der Homöopathie verdankt es seiner in ihm enthaltenen scharfen Polemik und macht Hahnemann zum Begründer einer neuen Schule. Es folgt 1811 der erste Band der „Reinen Arzneimittellehre“, welche in den Folgejahren auf sechs Bände anwächst und Prüfprotokolle der Arzneimittel und deren Auswirkungen auf den gesunden Menschen enthält. Prüflinge hierbei waren er selbst, seine Familie und seine Schüler. Ein solches auf Experimenten begründetes Werk gab es bis zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte der Medizin und Pharmakologie nicht. Es stellt somit laut Anthony Campbell einen einzigartigen Beitrag in der geschichtlichen Entwicklung der Heilkunde dar.</p>
<p>1811 erfolgt der Umzug nach Leipzig, wo er mit dem 1812 erschienen Werk „De Helleborismo veterum“ an der Leipziger Universität habilitiert wird, was ihm die Möglichkeit verschafft, weitere Schüler um sich zu sammeln und so den Bekanntheitsgrad seiner neuen Heilmethode zu erhöhen. Er hält Vorlesungen über die Homöopathie &#8211; zahlreiche Fehden mit Gegnern der neuen Methode, darunter viele Medizinprofessoren, sind die Folge. Ein Gegner des Ähnlichkeitsprinzips, der Dozent Karl Heinrich Dzondi von der Universität Halle, schlägt ein öffentliches Experiment vor, in dem mit der Selbstverbrennung einer Hand gezeigt werden solle, ob die Anwendung von kaltem oder heissen Wasser zur Behandlung von Verbrennungen richtig sei. Hahnemann lehnt ab. 1816 erscheint der zweite Band von Hahnemanns Arzneimittellehre und 1819 die zweite Auflage des Organon der Heilkunst, welches fortan das als Kants Leitspruch der Aufklärung bekannt gewordene Horaz-Zitat „Aude sapere“ – „Wage zu wissen“, tragen wird.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/Hahnemanndenkmal_leipzig__wiki-c__gem-frei_24.02.15.jpg" width="300" height="464" /></p>
<p><em> Hahnemann-Denkmal in Leipzig, Bildquelle s.u.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><em>Prominente Patienten und wieder Streit</em></h3>
<p>In seiner florierenden Praxis behandelt Hahnemann unter anderem Clara Schuhmann und den populären österreichischen Generalfeldmarschall Fürst Karl Philipp zu Schwarzenberg. Hahnemann besteht auf einer diätischen und gesunden Lebensweise der Fürsten und seiner exklusiven Behandlung. Als er bemerkt, dass dieser sich von seinen allopathischen Kollegen heimlich mitbehandeln lässt, bricht er die Behandlung des Fürsten ab, und dieser verstirbt wenige Wochen später. Die folgenden gestreuten Gerüchte um Hahnemanns Mitschuld am Tod des beliebten Fürsten und ein veröffentlichter Sektionsbericht im Hufeland-Journal über die Todesumstände des Fürsten mit eingestreuten „Versäumnissen“ ärztlicher Massregeln und Seitenhieben gegen die Homöopathie und ihren Begründer sind ein kleiner Rückschlag. Der „Leipziger Dispensierstreit“, den drei Apotheker gegen Hahnemann anstreben, um ihm das Zubereiten seiner Arzneien zu untersagen, endet in einem Kompromiss: in Notfällen bleibt es Hahnemann weiter gestattet, seine Medikamente selbst herzustellen. Doch aufgrund dieser Vorkommnisse entschließt er sich zum Umzug nach Köthen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier ist er ab 1821 als Herzoglicher Leibarzt Friedrich Ferdinands von Anhalt-Köthen tätig und erhält nach Intervention des österreichischen Politikers Adam von Müller das verbriefte Recht, seine Arzneien selbst herzustellen. 1822 wird Hahnemann zum Hofrat ernannt und begeht 1829, auf der Höhe seines Ruhmes, in Köthen feierlich sein 50-jähriges Jubiliäum seiner Erlanger Promotion. Ununterbrochen arbeitet er an seiner Heilmethode, Kranke aus nah und fern kommen in seine Praxis. Bescheiden lebend nimmt er von jedem einen angemessenen Teil als Entlohnung, immer in bar. Einen Teil der Patienten behandelt er umsonst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>Biesewig-Behrendt, G., Vergessene Mediziner, Teil: Jakob Henle, Berlin, 2009</li>
<li>Campbell, Anthony, Homeopathy in Perspective, Lulu.com, 2008</li>
<li>DUDEN Paetec Abiturwissen Geschichte, Bibliographisches Institut &amp; F.A. Brockhaus AG Mannheim und Duden Paetec GmbH Berlin, 2007</li>
<li>DUDEN Paetec Abiturwissen Literatur, Bibliographisches Institut &amp; F.A. Brockhaus AG, Mannheim und Duden Paetec GmbH Berlin, 2007</li>
<li>Fritsche, Herbert, Samuel Hahnemann &#8211; Idee und Wirklichkeit der Homöopathie, Winterwork Borsdorf, 2014</li>
<li>Jütte, Robert, Samuel Hahnemann: Begründer der Homöopathie, Deutscher Taschenbuch Verlag, 2007</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blutkreislauf#Forschungsgeschichte" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Blutkreislauf#Forschungsgeschichte</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Jenner" target="_blank" rel="noopener">de.wikipedia.org/wiki/Edward_Jenner</a></li>
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aufkl%C3%A4rung_(Literatur)" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Aufklärung_(Literatur</a>)</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Hahnemann#cite_note-6" target="_blank" rel="noopener">de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Hahnemann</a></li>
<li><a href="http://www.textlog.de/medizin-praxis-homoeopathie/hahnemanns-leben-und-wirken.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.textlog.de/medizin-praxis-homoeopathie/hahnemanns-leben-und-wirken.html</a></li>
</ul>
<p><strong>Bildquellen:</strong></p>
<ul>
<li>Hahnemannhaus in Torgau, Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei</li>
<li>Hahnemann-Denkmal in Leipzig, Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei</li>
<li>&#8222;Unter Verrückten&#8220;, William Wotton, Buchillustration von 1710, Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei</li>
<li class="align-left" style="line-height: 100%;">Baden-Württemberg &#8211; Heidelberg: Deutsches Apothekenmuseum, homöopathische Taschenapotheke aus dem Besitz Samuel Hahnemanns, der sie in seinen letzten Lebensjahren in Paris benutzte, Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei;Autor: ANKAWÜ</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ungewollt kinderlos – wie die Homöopathie helfen kann</title>
		<link>https://www.homoeopathie-regensburg.de/ungewollt-kinderlos-wie-die-homoeopathie-helfen-kann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2022 13:43:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Homöopathische Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Therapien]]></category>
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					<description><![CDATA[1978 wurde in der Nähe von Manchester in England das erste in vitro, also durch künstliche Befruchtung außerhalb des weiblichen Körpers, gezeugte Baby geboren. Dies war<span class="excerpt-hellip"> […]</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>1978 wurde in der Nähe von Manchester in England das erste in vitro, also durch künstliche Befruchtung außerhalb des weiblichen Körpers, gezeugte Baby geboren.</h2>
<p>Dies war verständlicherweise von großem Medienrummel begleitet, schien es doch so, dass nun für alle unglücklichen Paare, die ungewollt kinderlos waren, ein Weg gefunden war, doch noch eigene Kinder bekommen zu können. Aus dieser Hoffnung heraus hat sich mittlerweile ein eigener Zweig der Medizin entwickelt, die sogenannte Reproduktionsmedizin. Immer mehr Praxen entstanden, die sich auf die Durchführung künstlicher Befruchtungen spezialisierten – 130 solcher Kinderwunschzentren, so die etwas freundlicher und einladender klingende Bezeichnung, gibt es momentan in Deutschland.</p>
<p>Von ungewollter Kinderlosigkeit betroffen sind in unserem Land ca. 15% der Paare. Offiziell wird von Unfruchtbarkeit gesprochen, wenn ein Paar mindestens ein Jahr lang ungeschützten Geschlechtsverkehr hat und trotzdem keine Schwangerschaft daraus resultiert. Die Ursachen hierfür liegen zu jeweils ca. 40% beim Mann oder bei der Frau, zu 30% bei beiden Partnern und nur bei ca. 10% der betroffenen Paare kann kein medizinischer Grund für die Infertilität festgestellt werden. Häufig liegt das Ausbleiben einer Schwangerschaft am fortgeschrittenen Alter der Frau, denn viele Paare schieben es zugunsten der Karriere immer weiter hinaus, Kinder haben zu wollen. Jedoch nimmt die Chance, schnell und problemlos schwanger zu werden bei der Frau bereits ab dem 30. Lebensjahr deutlich ab. So sind bei den Paaren, die versuchen, über künstliche Befruchtung ein Kind zu bekommen, die Frauen durchschnittlich bereits 35 Jahre alt.</p>
<p>Mit der Entscheidung für eine In-vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) beginnt dann eine Zeit großer körperlicher, seelischer und auch finanzieller Belastungen. Zunächst wird bei der Frau eine Hormonbehandlung durchgeführt, um die Eizellen zur maximalen Befruchtungsfähigkeit zu bringen. Ist diese erreicht, werden unter Vollnarkose Eizellen entnommen, im Reagenzglas mit den Spermien des Mannes zusammen gebracht, und anschließend, wenn eine Befruchtung stattgefunden hat, der Frau in einer erneuten OP wieder eingesetzt. Dann folgt die Zeit des bangen Wartens, ob sich der so entstandene Embryo auch in der Gebärmutter einnistet und es also zu einer Schwangerschaft kommt.</p>
<p>All dies geht nie spurlos an den Paaren vorüber – die körperlichen Strapazen für die Frau sowohl durch die Hormone als auch durch die Operationen und die starke psychische Belastung werden vor der Behandlung oft deutlich unterschätzt. Dies und zusätzlich die sehr hohen Kosten stellen auch für die Partnerschaft häufig eine ernsthafte Belastungsprobe dar. Da aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 2009 Unfruchtbarkeit nicht als eine Krankheit anerkannt wird, bezahlen die gesetzlichen Kassen lediglich einen Zuschuss von 50% und auch das nur bei maximal drei Versuchen. So bleiben für die betroffenen Paare immer noch extrem hohe Aufwendungen, denn ein Versuch, mit der klassischen In-vitro-Fertilisation schwanger zu werden, kostet ca. 3000 €. Wird die neuere Methode der ICSI (intrazytoplasmatischen Spermieninjektion) angewendet, bei der ein ausgesuchtes Spermium mit einer Stechkanüle direkt in die Eizelle eingebracht wird, belaufen sich die Kosten sogar auf ca. 4000-5000 € pro Versuch.</p>
<p>Wäre nun aber mit diesen Methoden eine Schwangerschaft garantiert, oder wären zumindest die Erfolgsaussichten sehr hoch, wären all diese Strapazen und Aufwendungen sicher die Mühe wert. Tatsächlich ist es aber so, dass die Erfolgsrate bei beiden Methoden lediglich bei ca. 20% liegt. Selbst nach drei durchgeführten Behandlungen gibt die Bundesgesundheitszentrale für gesundheitliche Aufklärung nur eine Erfolgsquote von 50% an, d.h. dass nach drei Hormonbehandlungen, sechs Operationen und einem unbeschreiblich erschöpfenden seelischen Auf und Ab, immer noch die Hälfte aller hilfesuchenden Paare ohne Kind ist.</p>
<p>Da stellt sich natürlich die Frage, ob es nicht auch eine weniger strapaziöse und auch günstigere Methode gibt, den Wunsch nach einem eigenen Kind zu erfüllen.Die Klassische Homöopathie stellt in diesen Fällen eine ganz hervorragende und vor allem sanfte Alternative dar.</p>
<p>Um ungewollt kinderlosen Paaren zu helfen, ist auch für den Homöopathen eine Diagnose der Ursache der Unfruchtbarkeit hilfreich, da dann klar ist, welcher der Partner und welche Störung genau zu behandeln ist. Aber auch in den Fällen, in denen keine Ursache für die Unfruchtbarkeit gefunden werden kann, kann homöopathisch geholfen werden. Hier ist es am besten, sowohl den Mann als auch die Frau parallel zu behandeln.</p>
<p>In der klassischen Homöopathie geht man davon aus, dass eine grundlegende konstitutionelle Schwäche für jede Erkrankung oder Beschwerde, also auch für Infertilität, die Ursache ist. Alle bei einem Menschen auftretenden Symptome sind ein Ausdruck dieser Schwäche und stehen in einem Zusammenhang, sind also nicht voneinander isolierte Geschehen. Daher gilt es, diese Schwäche oder dieses warum auch immer entstandene Ungleichgewicht im Organismus zu behandeln und zu heilen. Doch wie geht das, wie läuft das ab?</p>
<p>In einem ausführlichen Erstgespräch von ca. zwei Stunden Dauer werden alle Beschwerden des Patienten, seine Krankheitsgeschichte, seine allgemeinen Veranlagungen und Empfindlichkeiten, seine aktuelle Lebenssituation, sowie seine individuellen charakterlichen Merkmale erfasst. Anschließend sucht der Homöopath das genau zu diesem Menschen passende Arzneimittel heraus. Dieses gibt dann dem Organismus einen Heilungsimpuls, der dazu führt, dass die Selbstheilungskräfte des Menschen das innere Gleichgewicht wieder herstellen. Dieses ist eine unabdingbare Voraussetzung bei Frauen, um schwanger zu werden, denn wie empfindlich das hormonelle System der Frau ist, sehen wir schon allein daran, wie leicht bei Belastungen und Krankheiten Zyklusstörungen auftreten. Doch auch beim Mann ist die Produktion gesunder, aktiver und beweglicher Spermien von vielen Faktoren abhängig, die eine gute Grundgesundheit voraussetzen.</p>
<p>Wird diese nun mithilfe einer konstitutionellen, klassisch homöopathischen Behandlung wieder hergestellt, ist die Bereitschaft des Körpers deutlich erhöht, ein Kind zu zeugen bzw. eine Schwangerschaft zuzulassen, auch in der Lebensphase jenseits der 30. Oft sieht man sogar in der homöopathischen Praxis bei Patienten, die aufgrund ganz anderer Beschwerden in die Behandlung gekommen waren, und nebenbei berichten, dass sie auch erfolglos versuchen, ein Kind zu bekommen, dass, sozusagen als Folge der Gesundung, dann auch die ersehnte Schwangerschaft eintritt, quasi als „Nebenprodukt“ der Behandlung.</p>
<p>Dies alles geschieht ohne Nebenwirkungen, ohne schwere Eingriffe in den Körper und, da eine ganzheitliche Heilung sich immer auch auf die Psyche erstreckt, auch mit zunehmender Gelassenheit und seelischer Ausgeglichenheit der Patienten.</p>
<p>Und was die Kosten angeht, ist eine homöopathische Behandlung sicherlich deutlich günstiger im Vergleich zu den Aufwendungen und Opfern, die für die Reproduktionsmedizin gebracht werden müssen, insbesondere, da man auch für die Behandlung beim homöopathisch arbeitenden Heilpraktiker mit privaten Zusatzversicherungen die Möglichkeit einer Teilerstattung der Kosten hat.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sapere aude! &#8211; Habe den Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! &#8211; Teil 1</title>
		<link>https://www.homoeopathie-regensburg.de/sapere-aude-habe-den-mut-dich-deines-eigenen-verstandes-zu-bedienen-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2022 13:46:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Homöopathische Behandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Regensburger Institut]]></category>
		<category><![CDATA[Therapien]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Leben des Aufklärers und Arztes Samuel Hahnemann TEIL 1: Wage zu wissen Das von Immanuel Kant geprägte Motto der Aufklärung, &#8222;Sapere aude!&#8220;, wortwörtlich übersetzt „Wage<span class="excerpt-hellip"> […]</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Leben des Aufklärers und Arztes Samuel Hahnemann</h2>
<h3>TEIL 1: Wage zu wissen</h3>
<p>Das von Immanuel Kant geprägte Motto der Aufklärung, &#8222;Sapere aude!&#8220;, wortwörtlich übersetzt „Wage zu wissen“ oder &#8222;Wage es, weise zu sein&#8220;, schallt ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts durch Europa und erreicht mit der Französischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts ihren Höhepunkt.</p>
<p>Bedeutende Vertreter dieser Epoche waren Jean Jacques Rousseau, Voltaire, Immanuel Kant, Friedrich Schiller und Friedrich der Große. Ihnen gemeinsam ist das Ziel, die Menschen aus ihrer auferlegten Unmündigkeit hinaus zu führen und im Vertrauen auf eine kritische Öffentlichkeit durch den Kampf gegen bestehende Vorurteile, durch Toleranz und durch die Hinwendung zu den Naturwissenschaften und zum rationalen Denken alle den Fortschritt behindernden Strukturen aufzulösen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><em>Geburt eines Genies</em></h3>
<p>Inmitten dieser Zeit des gewaltigen gesellschaftlichen Umbruchs wird am 10. April 1755 in Meißen Christian Friedrich Samuel Hahnemann als Sohn eines Porzellanmalers geboren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/Meissen_Porzellanmanufaktur__wikipedia_commons__gemeinfrei_24.02.15_red.jpg" width="300" height="367" /></p>
<p><em>Porzellanmanufaktur Meißen, Quelle: s. unten</em></p>
<p>Zehn Jahre zuvor war die Stadt kampflos vom preußischen Oberbefehlshaber Leopold I. von Anhalt-Dessau eingenommen worden und hatte sich bis dato gerade von den Folgen des Zweiten Schlesischen Krieges von 1744/45 erholt. Vater, Onkel und Großvater arbeiten für die berühmte, von August dem Starken begründete Porzellanmanufaktur in Meißen, auf deren wirtschaftliche Lage der Krieg keinen Einfluss hatte und die es dem Vater zwei Jahre vor der Geburt seines dritten Kindes ermöglicht, ein dreistöckiges Eckhaus in der Meißner Triebischvorstadt für die Kaufsumme von 473 Talern zu erwerben, was der Summe von zwei Jahresgehältern eines Porzellanmalers entspricht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/Meissen-Trischischstadt._gemeinfrei_wiki-c._24.02.15_red.jpg" width="300" height="206" /></p>
<p><em>Meißen-Tribischstadt, Quelle: s. unten</em></p>
<p>Porzellanmaler benötigen bis heute hohe künstlerische Fähigkeiten und übertragen ihre Motive mit absoluter Präzision. Die Fähigkeiten des Vaters gehen weit über das übliche Maß hinaus, findet er doch namentlich in den Akten der Manufaktur von 1776 als Figurenmaler III.Klasse Erwähnung und erhält 1785 einhundert Taler Prämie für den mit seinem zum Apotheker ausgebildeten Sohn Samuel August zusammen erfolgreich durchgeführten Versuch zur inneren Verbesserung der Porzellanmasse. Auch schreibt der Vater ein heute nur noch selten zu findendes Buch über die Aquarellmalerei.</p>
<p>Den Eltern war eine gute Bildung und Erziehung ihrer Kinder wichtig. So erhält Samuel Hahnemann, genau wie seine Geschwister, frühzeitig Unterricht von den Eltern im Lesen und Schreiben und lernt seinen Kopf für eigene Gedankengänge und für logisches Schlussfolgern zu nutzen. Ein wacher Blick für naturwissenschaftliche Zusammenhänge und eine hohe künstlerische Intuition treffen bei Samuel Hahnemann mit der Lehre des Vaters über das Ideal der Menschenwürde und einer gesunden Lebensführung zusammen und bestimmen seinen zukünftigen Werdegang, der ihn herausführen wird aus den alten Vorstellungen von Heilkunst und den damit verbundenen überholten Methoden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><em>Schulische Förderung durch den Herzog</em></h3>
<p>Im Siebenjährigen Krieg verkommt die Porzellanmanufaktur. Friedrich der Große marschiert plündernd in Meißen ein, die Porzellanmaler werden vorübergehend in Naturalien – also mit Porzellan – bezahlt. So fehlen den Eltern die Mittel, den geistig aktiven und hochbegabten Sohn entsprechend zu fördern, und so sollte Samuel eine Lehre in einer Leipziger Materialwarenhandlung beginnen. Der Flucht zurück ins Elternhaus folgte dank seines Förderers, Magister Müller, und dem Gesuch des Vaters beim Landesherren, Herzog Friedrich August, 1770 sein Eintritt an der berühmten Fürsten- und Landesschule St. Afra, welche auch von Christian Fürchtegott Gellert und Gotthold Ephraim Lessing besucht wurde. Hahnemann wurde in die Obhut seines Lehrers Müller befohlen, bei welchem er wohnte und ihm als Gehilfe zur Hand ging. Die humanistische Bildung der Schule St. Afra umfasste Latein, Hebräisch und Griechisch, vermittelte den Aufbau antiker Schriften, von Bibeltexten sowie Arithmetik und Musik.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/St_Afra_zu_Meissen__wiki__gemeinfrei_24.02.15_red.png" width="300" height="146" /></p>
<p><em>St. Afra zu Meißen, Quelle: s. unten</em></p>
<p>Seine besondere Begabung für Sprachen sollte ihm auf seinem späteren Lebensweg noch wichtige Erkenntnisse vermitteln und wurden zusammen mit seiner ungewöhnlichen Aufmerksamkeit, seinem Fleiß und seiner Ausdauer in seinem lateinischen Abschlusszeugnis der Schule besonders hervorgehoben. Neben herausragenden Arbeiten in Französisch und Griechisch fällt besonders seine lateinische Oratio auf, welche vom Bau der menschlichen Hand handelt und anatomische Grundkenntnisse beinhaltet – ein Hinweis auf seine medizinische Neigung und seinen Wunsch, Arzt zu werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Studium und erste medizinische Arbeiten</h3>
<p>Um diese Studienpläne in die Tat umzusetzen bedarf es mehr als der &#8211; letztmaligen &#8211; Unterstützung durch seinen Vater mit 20 Talern. Und so tritt der Meißner Mediziner und Kommissarius der Königlich-Sächsischen Porzellanmanufaktur, Dr. Carl Wilhelm Poerner, als neuer Gönner an die Seite des jungen Hahnemann und ermöglicht ihm 1775 den Beginn seines Medizinstudiums in Leipzig, indem er dafür sorgt, dass Hahnemann vom damals üblichen Hörergeld der Universität befreit wird. Den Lebensunterhalt bestreitet Hahnemann aus Privatunterricht in Deutsch und Französisch für einen jungen reichen Griechen und mit ersten Übersetzungen medizinischer Fachtexte aus dem Englischen. Eine seiner Übersetzungen, der „Versuch über die mineralischen Wasser“ von 1777 von William Falconer, widmet er aus Dankbarkeit seinem Gönner Dr. C.W. Poerner. Trotz eines bereits recht großen Angebotes an Lehrveranstaltungen besuchte Hahnemann nur diejenigen, von denen er glaubte, dass sie ihm dienlich seien. Bereits zu dieser Zeit achtete er sehr auf eine ausgleichende Lebensweise für Körper und Geist mit viel Bewegung an frischer Luft.</p>
<p>Obwohl die Entdeckung des Blutkreislaufes bereits mehr als einhundert Jahre zurückliegt und Albrecht von Haller schon seine Theorie über physiologische Reize veröffentlicht hat, bewegt sich in dieser Zeit des Umdenkens und Umbruchs die Medizin nur langsam aus ihren alten und starren Grenzen heraus. Noch während der junge Hahnemann seine neu gewonnenen Erkenntnisse vertieft, erlebt die Welt 1796 die erste Impfung gegen Pocken. Erst spät, kurz vor Hahnemanns Tod, wird liegt mit Jakob Henles Untersuchungen „Von den Miasmen und Contagien und von den miasmatisch-contagiösen Krankheiten“ eine Theorie über Mikroorganismen als Ursache von Infektionskrankheiten vorliegen. Hahnemann selbst wird schon früh seinen Verdacht äußern, dass Mikroorganismen für die Infektionskrankheiten verantwortlich seien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Auf der Suche nach einer besseren medizinischen Lehre: Wien und Siebenbürgen</h3>
<p>Und so geht Hahnemann, unzufrieden wegen des fehlenden Praxisbezuges der Universitätslehre, trotz bescheidener finanzieller Mittel 1777 an die Universität nach Wien. Hier stößt er auf den akademischen Rektor, den er in Leipzig vergebens suchte: den kaiserlichen Leibarzt Maria Theresias und damaligen Direktor des Spitals der Barmherzigen Brüder in der Leopoldstadt, Joseph Freiherr von Quarin. Hahnemann findet in seinem neuen Wiener Lehrer ein großes praktisches Genie, dem er alles verdanke, was an ihm Arzt genannt werden könne. Quarin schätzte seinen gelehrigen hochbegabten Schüler und nahm ihn nicht nur an die Krankenbetten in das von ihm geleitete Spital mit, sondern als besonders Privileg auch zu Krankenvisiten bei seinen Privatpatienten. Diese freundschaftliche Verbundenheit und den Beweis seiner besonderen Gunst, wie Hahnemann selbst schreibt, vergisst er nie.</p>
<p>Doch leider zwingen ihn seine aufgebrauchten finanziellen Mittel bereits nach einem Dreivierteljahr zum Abbruch des Studiums in der Donaustadt. Zum Retter in der Not wird dieses Mal Freiherr Samuel von Bruckenthal, der 1777 von der Kaiserin Maria Theresia zum Statthalter in Siebenbürgen ernannt wurde und in Hermannstadt residierte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/Hermannstadt__wiki-c.24.02.15_red.jpg" width="300" height="225" /></p>
<p><em>Hermannstadt, Quelle: s. unten</em></p>
<p>Dort bietet er Hahnemann eine Stelle als Bibliothekar und Leibarzt an. Viel ist über Hahnemanns Arbeit als Leibarzt nicht bekannt, jedoch über seine Arbeit in der mit rund 13.000 Bänden für damalige Verhältnisse bereits beträchtlichen Bibliothek des der Aufklärung wohlgesonnenen Juristen von Brukenthal. Hier arbeitet Hahnemann an einem in Leder gebundenen und heute noch erhaltenen Katalog mit, dessen Spektrum über philosophische, religiöse bis hin zu naturwissenschaftlichen und medizinischen Texten reicht. In Hermannstadt wird er auch 1777 in die Freimaurerloge „Zu den drei Seeblättern“ aufgenommen und in den nächsten beiden Jahren mit zahlreichen Fällen des Wechselfiebers Malaria konfrontiert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/Freimaurer__wiki-c__gemeinfrei_24.02.15.jpg" width="300" height="304" /></p>
<p><em>Freimaurer-Symbol, Quelle: s. unten</em></p>
<p>Mit den bescheidenen Mitteln, die er in Siebenbürgen ansparen konnte, kehrt er zurück und schließt im August 1779 an der Friedrichs Universität Erlangen sein Medizinstudium mit der Promotion zum Doktor der Medizin ab.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.homoeopathie-regensburg.de/wp-content/uploads/2025/12/Erlangen_Altes_Kollegiengebaeude__wikipedia_commons__gemeinfrei_am_24.02.15.jpg" width="300" height="165" /></p>
<p><em> Altes Kollegien-Gebäude in Erlangen, Quelle: s. unten</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Entwicklung der homöopathischen Grundidee</h3>
<p>1780 lässt sich der junge Doktor in Hettstedt nieder. Doch der Alltag aus Schröpfen, Aderlass und unwirksamen Arzneimittelverordnungen befriedigen ihn nicht. Er erkennt die Unzulänglichkeiten der damals vorherrschenden Methoden und die Gefahren, die von ihnen für Wohlergehen und Leben der Patienten ausgehen.</p>
<p>Das Leben der folgenden beiden Jahrzehnte ist von stetem Herumziehen und zahlreichen Entbehrungen geprägt. So geht er bereits nach einem Jahr nach Dessau, wo er am 1. Dezember 1781 seine erste Frau Henriette Küchler heiratet, mit der er neun Töchter und zwei Söhne zeugen wird. Zunächst noch als Arzt tätig, beginnt er sich mit chemischen Untersuchungen zu beschäftigen. Er gibt aus humanitären Gründen und der für ihn ethischen Nichtvereinbarkeit seiner ärztlichen Tätigkeit mit seinem Ideal der Menschenwürde seine praktizierende Tätigkeit als Arzt auf und verdient das Geld für den Lebensunterhalt seiner schnell wachsenden Familie mit Übersetzungen von Werken aus der Chemie und Medizin, die er mit eigenen Anmerkungen zusätzlich aufwertet. So übersetzt er auch für den 1790 verstorbenen Edward Cullen dessen Materia medica und veröffentlicht ein Buch &#8222;Unterricht für Wundärzte über venerische Krankheiten&#8220;. Bei Cullens Buch fügt er wieder Fussnoten mit eigenen Bemerkungen ein und stößt auf einen Widerspruch: Cullen schreibt Chinarinde eine magenstärkende Wirkung bei Malaria zu, was für den mit der Krankheit vertrauten Hahnemann nicht nachvollziehbar ist. So entschließt sich Hahnemann zum berühmten Selbstversuch mit Chinarinde und äußert vorsichtig die Vermutung, dass die zugrunde liegende Ähnlichkeit der bei ihm als gesundem Menschen hervorgerufenen Symptome mit denen des Wechselfiebers für dessen Heilung verantwortlich sei. Mit dieser Erkenntnis ist der erste mühsame Schritt hin zu einer neuen Heilmethode getan.</p>
<p><em><strong>TEIL 2 folgt.</strong></em></p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<ul>
<li>Biesewig-Behrendt, G., Vergessene Mediziner, Teil: Jakob Henle, Berlin, 2009</li>
<li>Campbell, Anthony, Homeopathy in Perspective, Lulu.com, 2008</li>
<li>DUDEN Paetec Abiturwissen Geschichte, Bibliographisches Institut &amp; F.A. Brockhaus AG Mannheim und Duden Paetec GmbH Berlin, 2007</li>
<li>DUDEN Paetec Abiturwissen Literatur, Bibliographisches Institut &amp; F.A. Brockhaus AG, Mannheim und Duden Paetec GmbH Berlin, 2007</li>
<li>Fritsche, Herbert, Samuel Hahnemann &#8211; Idee und Wirklichkeit der Homöopathie, Winterwork Borsdorf, 2014</li>
<li>Jütte, Robert, Samuel Hahnemann: Begründer der Homöopathie, Deutscher Taschenbuch Verlag, 2007</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blutkreislauf#Forschungsgeschichte" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">http://de.wikipedia.org/wiki/Blutkreislauf#Forschungsgeschichte</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Jenner" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Jenner</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufklârung_(Literatur" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">http://de.wikipedia.org/wiki/Aufklärung_(Literatur</a>)</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Hahnemann#cite_note-6" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel_Hahnemann#cite_note-6</a></li>
<li><a href="http://www.textlog.de/medizin-praxis-homoeopathie/hahnemanns-leben-und-wirken.html" target="_blank" rel="noopener" data-htmlarea-external="1">http://www.textlog.de/medizin-praxis-homoeopathie/hahnemanns-leben-und-wirken.html</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Persönlichkeiten_der_Stadt_Meißen" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Persönlichkeiten_der_Stadt_Meißen</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bildquellen:</strong></p>
<ul>
<li>Portrait of Dr. Samuel Hahnemann, Wikimedia Commons, Bildlizenz: CC BY-4.0 http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.en, (c) Wellcome Trust, <a href="http://wellcomeimages.org/indexplus/image/L0047458.html" target="_blank" rel="noopener">http://wellcomeimages.org/indexplus/image/L0047458.html</a></li>
<li>Porzellanmanufaktur Meissen von 1867; Wikimedia Commons, gemeinfrei</li>
<li>Meissen-Tribischstadt, Wikimedia Commons, gemeinfrei, Originalbildname: Die_Gartenlaube_(1869)_b_109.jpg</li>
<li>St. Afra zu Meissen; Wikimedia Commons, gemeinfrei, Quelle: Illustrirte Zeitung, Nr. 6 vom 5. August 1843, J. J. Weber, Leipzig 1843. MDZ München</li>
<li>Zeichen der Freimaurer, Wikimedia Commons, Bildlizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en, Bildautor: Jens Rusch</li>
<li>Altstadt von Herrmannstadt, Wikimedia Commons, Bildlizenz: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en, Originalbildname: Panoramic of Sibiu, Romania, with the Orthodox Cathedral, Bildautor: CamilG</li>
<li>Universität zu Erlangen um 1890, Wikimedia Commons, gemeinfrei</li>
</ul>
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